
Am 19. Juni fand der „Tag der kleinen Forscher“ statt. Hierbei handelt es sich um einen bundesweiten Mitmachtag, den die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ für Kitas und Grundschulen ins Leben gerufen hat. Wir nahmen den Aufruf zum Anlass, einen Aktions- und Mitmachtag zum Thema Wasser durchzuführen, der ganz im Zeichen von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stand.
„Tröpfli geht auf große Reise“ lautete das Motto des Experimentiertages des Ev. Christophorus Kindergarten in Neuenkirchen. Dabei gingen alle Kindergartenkinder mit „Tröpfli“, einem kleinen, blauen Wassertropfen, auf die Reise und experimentierten an verschiedenen Stationen rund um das Thema Wasser.
Was versteht man unter Wasserdruck? Wieso hat Wasser eine Haut? Woraus besteht eine Seifenblase? Kann man verschmutztes Wasser mit Kohle reinigen? Diese und andere interessante Alltagsfragen konnten die Kindergartenkinder an verschiedenen Stationen selbst erfahren und erforschen. Das Element Wasser bietet eine Vielzahl grundlegender Erfahrungsmöglichkeiten. Mit einfachen Versuchen lassen sich auch für Kindergartenkinder rund um das Thema Wasser spannende Phänomene selbst erforschen. Besonders erfreut waren wir darüber, dass wir durch die Elternschaft unterstützt wurden. Iris Sayk, selbst Chemielehrerin und Elternteil, begleitete uns bei der Durchführung des Forschertages. „Es ist wirklich schön zu sehen, wie neugierig, aufmerksam und wissbegierig die Kinder sind. Ich finde es klasse, wie gut die Kinder zuhören können. Das wünschte ich mir manchmal mehr von meinen Schülern im Chemieunterricht“, gab Iris Sayk mit einem Augenzwinkern zu.

Ganz am Anfang stand für jede Gruppe zunächst eine kleine Sicherheitsbelehrung, denn der forschende Entdeckungsprozess der Kinder sollte sich möglichst an den Vorgehensweisen der Naturwissenschaften orientieren. Anschließend konnten die kleinen Forscher, die durch die Erzieherinnen der Gruppen von Station zu Station begleitet wurden, erfahren, warum Wasser einen gewissen Druck hat und aus kleinsten Teilchen besteht. Dies wurde ihnen neben dem Experiment zusätzlich an einem Modell veranschaulicht. An dieser Station konnten sogar die Krippenkinder mittüfteln und selbst überprüfen, wie weit Wasserstrahlen mit unterschiedlichem Druck spritzen können. In der nächsten Station ging es darum, wie Wasserteilchen zusammenhalten und Wasser eine Oberflächenspannkraft ausbildet. Hier durften die Kinder ausprobieren, wie viele Tropfen Wasser sich mit einer Pipette auf ein Geldstück tröpfeln lassen. Großer Jubel war zu hören, wenn wieder ein „Tröpfli“ mehr platziert werden konnte. In einem anderen Experiment konnten die Kindergartenkinder die Wasserhaut genauer untersuchen und diese sogar sichtbar machen. Im Anschluss ging es spielerisch um das Thema Löslichkeit. Hier wurden bunte Schokolinsen aufgelöst und das verschmutze Wasser anschließend mit einem Filter aus Aktivkohle wieder gereinigt. In einem letzten Versuch kamen die Kinder mit Begeisterung Geldfälschern auf die Spur und untersuchten mit Hilfe von Wasser die Zusammensetzung von Filzstiftfarben.

„Tröpfli, der blaue Wassertropfen, und das Phänomen Wasser wird uns in der kommenden Zeit noch etwas begleiten. Die Kinder werden in ihren Gruppen noch den Wasserkreislauf besprechen und auch hier noch einmal eine Reise mit Tröpfli unternehmen, um das Thema Wasser nachhaltig anzulegen,“ berichtete Kindergartenleiterin Simone Brossmann.
Voller Stolz präsentierten die Kinder am Ende des Forschertages ihr Forscherdiplom und alle waren sich einig, dass auch kleine Kinder große Forscher sein können.